Was ist der Scope?
Der Scope ist das zentrale Konzept in Kontavio, um geschäftliche und private Finanzen sauber zu trennen. Jedes Bankkonto und jede Transaktion hat einen Scope: Business oder Personal. Dadurch weisst du immer, welche Geldflüsse zur Firma gehören und welche privat sind.
Scope auf Konto-Ebene
Beim Anlegen eines Bankkontos wählst du den Typ:
- Business — Firmenkonto, z.B. das Wise-Business-Konto deiner LLC
- Personal — Privatkonto, z.B. dein persönliches Revolut-Konto
Alle Transaktionen, die über ein Konto laufen, erben automatisch dessen Scope. Das bedeutet: Ein Business-Konto erzeugt Business-Transaktionen, ein Personal-Konto erzeugt Personal-Transaktionen.
Tipp: Setze den Scope beim Anlegen des Kontos korrekt. Das spart dir viel Nacharbeit, weil die meisten Transaktionen dadurch automatisch richtig zugeordnet sind.
Scope-Override auf Transaktions-Ebene
Manchmal passt der Konto-Scope nicht zur einzelnen Transaktion. Typische Beispiele:
- Du bezahlst einen privaten Einkauf mit der Business-Kreditkarte
- Eine Kundenüberweisung geht versehentlich auf deinem Privatkonto ein
- Du tätigst eine Firmenausgabe vom Privatkonto
In diesen Fällen kannst du den Scope-Override setzen: Öffne die Transaktion und ändere den Scope manuell. Die Transaktion wird dann abweichend vom Konto-Scope behandelt.
Scope-Override über Bulk-Aktionen
Für mehrere Transaktionen gleichzeitig:
- Wähle die betroffenen Transaktionen in der Transaktionsübersicht aus.
- Klicke auf Bulk-Aktionen.
- Wähle Scope ändern oder Scope-Override zurücksetzen.
Das Zurücksetzen entfernt den manuellen Override, sodass die Transaktion wieder den Scope ihres Kontos übernimmt.
Auswirkungen auf die G&V (P&L)
Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung berücksichtigt nur Business-Transaktionen:
- Einnahmen: Nur Zahlungseingänge mit Scope "Business"
- Betriebsausgaben: Nur Ausgaben mit Scope "Business"
- Ergebnis: Umsatz minus Betriebsausgaben
Private Transaktionen erscheinen nicht in der G&V und verfälschen damit nicht das Firmenergebnis. Wenn du eine private Ausgabe versehentlich als Business lässt, würde sie die Betriebsausgaben künstlich erhöhen — achte also auf korrekte Zuordnung.
Tipp: Nutze die P&L-Seite regelmässig, um zu prüfen, ob ungewöhnliche Ausgaben auftauchen. Das ist oft ein Hinweis auf falsch zugeordnete private Transaktionen.
Auswirkungen auf Analytics
Die Vermögensübersicht und Analyse-Charts unterstützen die Scope-Aufteilung:
- Gesamtvermögen = Business-Konten + Privat-Konten
- Vermögensaufschlüsselung zeigt den Anteil Business vs. Privat als separate Balken oder Bereiche
- Eigene Charts pro Scope: Ausgabenentwicklung Business, Sparquote Privat, etc.
Scope bei Kategorien
Kategorien können auf einen Scope eingeschränkt werden:
- Business — Kategorie erscheint nur bei Business-Transaktionen (z.B. "Office Supplies", "Software Subscriptions")
- Personal — Kategorie erscheint nur bei privaten Transaktionen (z.B. "Groceries", "Entertainment")
- Beides — Kategorie ist überall verfügbar (z.B. "Travel", "Health Insurance")
Diese Einschränkung hilft beim Kategorisieren: Du siehst immer nur die Kategorien, die zum Kontext passen, und vermeidest Fehlzuordnungen.
Der Scope-Filter
In fast jeder Ansicht findest du den Scope-Filter:
- Dashboard — KPI-Karten und Widgets nach Business/Privat/Alle filtern
- Transaktionen — Nur geschäftliche oder nur private Transaktionen anzeigen
- Analytics — Charts und Vermögensübersicht nach Scope aufschlüsseln
- P&L — Standardmässig auf Business, umschaltbar auf Alle
Der Filter ist ein schneller Weg, um zwischen den Perspektiven zu wechseln, ohne Daten zu verändern.
Tipp: Beginne deinen Tag mit dem Scope-Filter auf "Business" und prüfe die ungeprüften Transaktionen. Wechsle dann zu "Alle", um dein Gesamtvermögen im Blick zu behalten.